Handy-Ortung über Notruf 112

Die meisten Seniorenhandys verfügen über sog. Notruftasten. Dies sind Direktwahltasten, die bei Aktivierung eine oder mehrere Nummern anrufen und bei Rufannahme die Freisprecheinrichtung aktivieren (nicht bei allen Modellen). Seit einiger Zeit werden in diesem Zusammenhang vermehrt private Ortungsdienste für Handys angeboten. Dadurch soll gewährleistet werden, dass der Empfänger des Notrufs jederzeit den Aufentshaltsort des Anrufers ermitteln kann, falls diesem die Ortsangabe nicht möglich ist. Solche Dienste werden in der Regel über eine monatliche Gebühr abgerechnet.

Seit dem 18.03.2009 ist jedoch die neue Notrufverordnung in Kraft getreten. Seitdem sind die Notrufleitstellen (Notruf 112) in der Lage, Handys im Notfall bis auf 20m genau zu Orten. Zuvor war dieser Dienst nur bei vorheriger Registrierung der Handynummer möglich. Inzwischen ist dies nicht mehr notwendig. Daher sollte man sich genau überlegen, ob man einen privaten Ortungsdienst wirklich benötigt. In einem wirklichen Notfall wird man ohnehin professionelle Hilfe benötigen.

Anm.: Nicht zu verwechseln ist dieser Dienst mit den privaten Angeboten eines Hausnotrufs, welche wir durchaus für sehr sinnvoll halten. 

Quelle: Björn Steiger Stiftung

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